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Glossar

 

 

 

Alles oder Nichts

Apparatur, die ermöglicht, dass eine Repetitionsuhr erst dann schlägt, wenn der Pendant oder Hebel komplett eingedrückt ist. Dies verhindert, dass die Uhr zu schwach schlägt.


 

Ankerhemmung

Die Ankerhemmung ist eine Hemmung, die in Taschenuhren weit verbreitet ist. Bei dieser Hemmung wird der Impuls vom Hemmungsrad, über einen zwischen Zapfen gelagerten, schiffsankerförmigen Hebel zur Unruh übertragen.


 

Aufzug

Der Aufzug findet bei älteren Taschenuhren hauptsächlich über Schlüssel statt. Bei französischen Spindeltaschenuhren findet man den Aufzug vorne im Ziffernblatt, bei englischen hingegen in der Gehäuserückseite. Bei moderneren Uhren wird der Remontoiraufzug,oder auch Kronenaufzug verwendet. Hier zieht man die Uhr über einen Knauf (Krone) und einer Welle mit Räderwerk auf.

 

Bassine 

Bezeichnet eine Gehäuseform, die wannenförmig ist und bei der das Werk nur von vorne, mit einem Schanier unter dem Pendant ausklappbar ist.

 

Brücke

Halterung für Räder oder andere Bestandteile, die mit mindestens zwei Schrauben befestigt ist.

 

Brückenwerk/Klobenwerk

Werksform, bei der die Räder unter Brücken oder Kloben gelagert sind. Man unterscheidet diese Werke in Kalibern.

 

Chaton

In einer Metallfassung eingesetzter Rubin, der so in der Platine verschraubt wird.



  Chaton

Chronometerhemmung

Extrem genaue Hemmung, bei der die Unruh mit einer Feder und einem Rubin direkt in das Hemmungsrad greift.

 

Coqueret

Aufgeschraubtes, schlüsselförmiges Metalldeckplättchen, das bei französischen Spindeltaschenuhren auf den Unruhbrücken sitzt. Es dient dem Schutz des Lagers für den Spindelzapfen.

 

Cuvette

Staubdeckel, der das Werk vor Verunreinigungen schützt.

 

Deckstein

Ungebohrter Edelstein, der als axiale Spielbegrenzung über dem Zapfen einer Welle dient, damit keine Reibung zwischen der Wellenverdickung und dem Lager entsteht. Bei modernen Uhren ermöglicht er die Ölhaltung.

 

Duplexhemmung

Hemmung mit einem Rad mit zwei Reihen versetzter Zähne, oder mit zwei koaxialen Rädern (Doppelradduplex). Während die eine Reihe Zähne direkt auf der Unruhwelle ruht, leiten die anderen Zähne einen Impuls über einen kommaförmigen Finger auf die Unruhwelle .

 

Federhaus

Trommelförmiges Behältnis, in dem die Antriebsfeder sitzt. Sie ist dabei einerseits an der Federhauswand, anderseits in der Mitte des Federhauses, dem Federkern, befestigt. Man unterscheidet allgemein zwischen feststehendem, fliegendem und umlaufendem Federhaus. Das fliegende Federhaus wird einseitig in der Platine oder Brücke gelagert. Das feststehende Federhaus wird nur in Weckern und Repetierern verwendet. Es ist an der Platine fixiert. Das umlaufende Federhaus findet man hauptsächlich in Spindeltaschenuhren, es wird über die Kette und Schnecke betrieben.

 

 

Federhausstellung

Die Federhausstellung egalisiert die variierende Federkraft, um eine genauere Zeitangabe zu ermöglichen. Sie begrenzt den Ablauf der Feder auf vier Umdrehungen des Federkerns. Die häufigste Form ist das Malteserkreuz, dass allerdings oft nicht mehr zu finden ist, da es häufig ausgebaut wurde. Denn das Malteserkreuz verringert die effektive Laufzeit enorm.

 

Potence und Gegenpotence

Dies ist eine Einstellmöglichkeit der Spindel, die durch das Verstellen mehrerer Schrauben in Höhe und Nähe zur Unruh geändert werden kann.

 

Gesperr

Vorrichtung um die Spannung der beim Aufziehen entstehenden Federkraft zu halten.

 

Hallmarks

Hallmarks findet man in Edelmetallgehäusen. Es handelt sich hierbei um in Metall gestempelte Buchstaben und Formen. Die Buchstaben geben hierbei die Jahreszahl der Herstellung an. Erstmals wurden diese in England verwendet. Hier die häufigsten Hallmarks samt Listen:
London:





 

Chester:



Birmingham:



Norwich:


Glasgow:


Dublin:


 

Kadratur

Hebel, die ineinander oder in Zahnräder greifen. Meistens befinden sich diese unter dem Ziffernblatt.

 

Kaliber

Kaliber nennt man die Anordnung von Platinen, Brücken, Kloben usw.

 

Kleinbodenrad

Das Rad zwischen Minuten- und Sekundenrad.

 

Kloben

Der Kloben ist der Brücke ähnlich. Allerdings wird dieser mit nur einem Fuß auf der Platine verschraubt.

 

Kronrad

Das Kronrad ist ein Rad in einer Spindeltaschenuhr, das in den Trieb der Spindel eingreift.

 

Lünette

Kreisförmiger Rand um ein rundes Zifferblatt, der als Halterung für das Glas dient.

 

Pendant

Der Pendant ist am Mittelteil des Gehäuses befestigt und hat oft die Form eines Halses, wo der Bügel befestigt ist.

Pfeiler

Verbindung zwischen Platinen.

 

Platine

Platte zur Aufnahme des Räderwerks. Bei frühen Taschenuhren besteht das Werk aus zwei übereinander liegenden Platinen, die durch Pfeiler getrennt sind.

 

Regulierung

Vorrichtung um die Ganggenauigkeit einer Uhr zu optimieren. Hierzu wird die Schwingweite der Unruhspirale verringert oder vergrößert.

 

Rohwerk

Rohwerke nennt man Werke, die in großer maschineller Produktion entstanden. Jedoch fehlt diesen Werken noch das Radwerk, die Unruh, Lagersteine, usw... Erst in der Hand des Uhrmachers wird das Werk vollendet (Finissage)

 

Sautroghemmung

Vorläufer der Zylinderhemmung, bei der der Zylinder wie ein kleiner Schweinetrog aussieht.

 

Schnecke und Kette

Vorrichtung bei Spindel- und englischen Spitzzahnankeruhren, die zur Egalisierung der Federkraft dient.

 

Unruh

Schwingende Masse, bestehend aus einem Unruhreif, aus Stahl oder Messing, auf einer Achse, an der eine Spirale befestigt ist. Bei der Kompensationsunruh ist der Reif bimetallisch, um Temperaturen auszugleichen.

 

Zapfen 

Polierte, meistens sehr dünne Enden einer Achse, die in Platinen, Brücken oder Kloben gelagert sind.

 

Zylinderhemmung

Hemmung mit ständiger Reibung auf der Unruhwelle als aufgeschnittenem Hohlzylinder.

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