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Die wichtigsten Uhrmacher

 

Peter Henlein:

Peter Henlein, orig. Petrus Hele, wurde 1479 in Nürnberg geboren.
Über seine Jugend ist wenig bekannt. Erst als er 1511 von einem Kunstkenner erwähnt wurde, lässt sich sein Leben nachverfolgen. Denn seit ca. 1511 baute Henlein seltsame „Am Körper zu tragende Apparaturen, die selbst die gelehrtesten Mathematiker bewundern (...)“ (Zitat von Johannes Cochläus). Zwei Jahre zuvor hatte er seine Schlosserausbildung als Meister beendet. Schnell sprach sich die Erfindung der „Dose“ herum und Henlein bekam Aufträge von Ratsherren, Diplomaten und Adligen. 1527 schenkte er sogar dem Protestanten Martin Luther eine von ihm gefertigte Uhr. Er starb zwischen dem 4.6 und 14.9.1542 . Allerdings ist sein Erbe, die älteste, mechanische Uhr der Welt, heutzutage umstritten. So sollen bereits in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts Halsuhren in Süditalien getragen worden sein.

Eine Uhr, die der von Peter Henlein ähnelt.

 



Dr. Robert Hooke:

Robert Hooke wurde 1630 in England geboren. Er wuchs in einem streng
royalistischen und anglikanisch geprägten Elternhaus auf. Er entdeckte bereits früh sein Interesse an Naturwissenschaften, was schließlich darin endete, dass er zum königlichen Kurator für Experimente ernannt wurde. So half er unter anderem bei der Entwicklung der Luftpumpe und war maßgeblich am Wiederaufbau nach dem Londoner Großbrand 1666 beteiligt. Später stritt er mit Christian Huygens, wer die erste Unruhfeder hergestellt hat. 1702 starb das englische Universal-Genie.

 


Christian Huygens:

Huygens wurde 1629 in Den Haag geboren. Seine Spezialgebiete waren sowohl Astronomie als auch Mechanik. Dies führte zwangsläufig zu einer Vorliebe für Uhrmacherei. So erfand er unter anderem die Spindelhemmung mit Radunruh und Spirale. 1663 wurde er zum Mitglied der Royal Society
ernannt. 1695 verstarb er. Thomas Tompion: Er gilt als der „Vater der englischen Uhrmacherei“ . Tompion wurde 1639 in Northill geboren. Anfangs arbeitete er in der Schmiede seines Vaters, bis er 1671 Mitglied der Clockmakers Company wurde und sich 1674 in London selbstständig machte. Zusammen mit seinem Lehrling George Graham erfand er die so genannte Sautroghemmung. 1713 verstarb er in London.

 



George Graham:

George Graham, geboren 1673 in England, war der Erfinder der
revolutionären Zylinderhemmung. Dies verdankte er nicht zuletzt seiner Lehrzeit bei Thomas Tompion, der schließlich den Vorläufer dieser Hemmung entwickelt hatte 1751 verstarb er und wurde, aufgrund seiner engen Freundschaft mit Thomas Tompion, in einem Grab mit selbigem beerdigt.


 

Thomas Mudge:

Thomas Mudge, Sohn eines Pfarrers, wurde 1715 in Bedford geboren. Er interessierte sich bereits früh für Uhren, was sein Vater schnell bemerkte und ihn, im Alter von 14 Jahren, zu George Graham in die Lehre schickte. Dort zeigte er so großes Geschick, dass er sogar zum Hofe des spanischen Königs
Ferdinand VI eingeladen wurde, um ihm eine Taschenuhr zu fertigen. Er gilt als Urheber der freien Ankerhemmung. 1777 hatte Mudge es geschafft sich bis an den Hof von König George dem III vor zuarbeiten. Dort verstarb er 1794.




John Harrison:

Die Karriere des 1693 geborenen John Harrison ist in jeder Hinsicht
bemerkenswert. Denn anders als viele andere Uhrmacher wuchs er in relativ ärmlichen Verhältnissen auf, sodass er das Uhrmacherhandwerk autodidaktisch erlernen musste. Zusammen mit seinem Bruder machte er bereits früh viele wichtige Erfindungen im Großuhren Bau. Als im Jahre 1714 ein Preis in höhe von 20.000 Pfund für den Bau eines genauen Chronometers ausgesetzt wurde, entwickelten die Harrison Brüder das H1 Marinechronometer. Als er das Chronometer 1736 einem Test auf hoher See unterzog, sprengte es alle Erwartungen. Während er es dann der Kommission „Board of Longitude“ vorstellte, eine Gruppe Gelehrter, die das Preisgeld verwalteten, entwickelte er die nächsten Modelle H2, H3 und H4. Die Gelehrten sahen ihn jedoch als wissenschaftlichen Laien an und verwährten ihm das Preisgeld. Sie forderten von ihm, dass er seine Uhr vor ihren Augen zerlegte und ihnen genau erklärte. Als sie ihn schließlich dazu drängten seine Konstuktionszeichnungen einem anderen Uhrmacher zu übergeben, damit dieser das H4 nachbauen konnte, konstruierte er ohne seine Konstruktionszeichnungen das noch genauere H5. Dieses präsentierte er König Georg III, der von seiner Erfindung so begeistert war, dass er sich für Harrison einsetzte. Erst wenige Jahre vor seinem Tod 1776 erkannte die Kommission sein Chronometer an und zahlte ihm sein Preisgeld aus.
 



Jean Antoine
Lepine:

Lepine wurde am 18.11.1720 in Frankreich geboren. Er beendete 1744 seine
Ausbildung zum Uhrmacher und arbeitete ab 1745 in der Werkstatt von Andre Charles Caron in Paris. 1750 erfand der junge Uhrmacher die Kommahemmung*. 1756, sechs Jahre vor seiner Meisterprüfung, heiratete er die Tochter Carons und wurde dessen Teilhaber, was ihm einen sprunghaften Aufstieg ermöglichte. 1766 wurde er von König Louis XV zum Hofuhrmacher ernannt und konnte diesen Titel auch unter Louis XVI und Napoleon I weiterführen. Ein Jahr, nachdem sich Caron vom Berufsleben zurückzog und Lepine die


Dieses Lepine Kaliber drei misst nur 4,9 mm


Werkstatt übernahm, erfand er das Brückenwerk, das in der ganzen Geschichte
der Uhrmacherei weiterentwickelt und benutzt wurde. Zudem entwickelte er das Federhaus weiter, in dem er es verzahnte und somit die Schnecke überflüssig machte. Dies ermöglichte ihm eine deutlich flachere Bauweise. 1814 verstirbt Lepine im Alter von 93 Jahren.


Das Lepine Kaliber 3 aus seitlicher Sicht




Abraham Louis
Breguet:

Der Schweizer Abraham Louis Breguet wurde 1747 in Neuenburg geboren. Heutzutage gilt er als der genialste Erfinder in der
Geschichte der Zeitmessung. Dies liegt mitunter daran, das Breguet die Möglichkeit hatte bei den besten Uhrmachern, wie Lepine, zu lernen. Nach seiner Ausbildung bei Jean A. Lepine, machte sich Breguet selbstständig, beschränkte sich aber erst mal auf die Finissage fremder Rohwerke*. Doch es dauerte nicht lange, bis Breguet seine erste Uhr herstellte. Er griff dabei auf die Konstruktion der Brückenwerke zurück, wie er sie bei Lepine gesehen hatte und entwickelte daraus eigene Kaliber. Doch wirklich berühmt wurde er durch geniale Erfindungen, wie das Tourbillon* und die Breguetspirale*. Er gilt sogar als Erfinder der ersten Armbanduhr, die er 1812 für die Schwester Napoleons baute. Breguet starb am 17.9.1823 in Paris.






Georg Friedrich Roskopf:

Georg Friedrich Roskopf wurde 1813 in Deutschland geboren.
Nach seiner Lehre zum Uhrmacher gründete Roskopf eine Taschenuhrenfabrik, die er jedoch schnell wieder aufgeben musste. Erst als er zum zweiten Mal eine Uhrenfabrik gründete, stellte sich Erfolg ein. Der Grund war die Erfindung einer „Montre Proletaire“, einer Volksuhr, die sich auch weniger gut verdienende leisten konnten. Dies ermöglichte er durch eine einfache Konstruktion mit verhältnismäßig wenigen Bauteilen und  Rubinen*, sowie durch die Verwendung der  von ihm erfundenen Stiftankerhemmung*. 1889 verstarb er in Bern.

 

Roskopf Taschenuhr mit Pferdekopf Animation*


 

Sehr große Roskopf mit graviertem Gehäuse


 


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